Die natürliche Entwicklung des Kindes

Von: Ute Imhof, Kindertherapeutin und Physiotherapeutin für Kinder

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In der Entwicklung von Kindern gibt es vieles zu berücksichtigen und zu beachten. Glücklicherweise entwickelt sich einiges ganz von selbst.

Ute Imhof ist Kindertherapeutin und spezialisiert auf Physiotherapie für Kinder. Sie wurde in Deutschland geboren und lebt in Norwegen, wo sie seit 1987 im Bereich der psychomotorischen Entwicklung von Kindern tätig ist.

„Kinder sind mit einer inneren motorischen Uhr ausgestattet, die ab dem zweiten Quartal im Mutterleib über die Geburt hinaus ihr ganzes Leben lang mitläuft" , erläutert Imhof.

Für Eltern, die die Entwicklung ihres Kindes unterstützen möchten, hat sie einen guten Rat

„Schaffen Sie durch große Nähe, Vertrauen und Blickkontakt eine rege Interaktion mit Ihrem Kind. Lassen Sie Ihrem Kind viel Zeit, um Neues zu erlernen. Loben Sie es, aber nicht im Voraus. Denken Sie nicht schon ans Laufen, wenn Ihr Kind gerade erst gelernt hat alleine zu stehen. Geben Sie Ihrem Kind die Möglichkeit zum Erkunden und Entwickeln seines Gleichgewichts. Der Rest folgt dann gewöhnlich von alleine", sagt sie.

Bevor Sie weiterlesen, möchten wir betonen, dass jedes Baby anders ist und sich individuell verschieden entwickelt. Auf dieser Grundlage haben wir eine Liste mit den wichtigsten frühen Entwicklungsstufen der kindlichen Motorik zusammengestellt.

Drei Monate:
Symmetrie und Stabilität

Im Alter von drei Monaten finden Kinder den Mittelpunkt ihrer Körperachse. Sie können ihren Kopf nach rechts und links drehen, ohne die Balance zu verlieren. Sie lernen auch, ihre Beine zu heben. Ihr Kind übt das Greifen und berührt Ihr Gesicht, wenn Sie es auf dem Arm halten.

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Sechs Monate:
Vom Rücken auf den Bauch

Im Alter von sechs Monaten lernen Kinder, sich ohne fremde Hilfe vom Rücken auf den Bauch zu rollen und können ihre Zehen zum Mund führen. Das ist ein wichtiger Schritt, weil er viel über die Mobilität der kindlichen Wirbelsäule aussagt.

Sieben Monate: 
Bewegung

Kurz nachdem Ihr Kind im Alter von sechs Monaten gelernt hat, sich vom Rücken auf den Bauch zu drehen, kann es sich in der Bauchlage mit den Armen aufstützen. Bald kann es sich vor- und zurückstoßen und um die eigene Achse drehen.

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Acht Monate: 
Vierfüßlerstand

Mit sieben bis acht Monaten erhält die Entwicklung Ihres Kindes einen weiteren wichtigen Schub. Es setzt seine Knie auf dem Boden auf und bringt sich in den Vierfüßlerstand. Auf allen Vieren wippt es vor und zurück. Damit eröffnet sich ihm eine neue Welt. Gleichzeitig lernt es, sich ohne fremde Hilfe aus der Seitenlage in eine Sitzposition aufzurichten.

Acht bis neun Monate: 
Krabbeln

Sobald Ihr Kind im Alter von sieben bis acht Monaten auf allen Vieren sein Gleichgewicht halten kann, beginnt es zu krabbeln. Jetzt dauert es nicht mehr lange, bis es stehen kann. Erst auf den Knien, dann auf beiden Beinen, immer mit etwas zum Abstützen in der Nähe. Es lernt erst, sich seitwärts fortzubewegen, bevor es schließlich loslässt. In dieser Phase ist es wichtig, dass Sie Ihrem Kind die Zeit geben, die es braucht. Und gute Bewältigungserfahrung kreieren. Lassen Sie zu, dass Ihr Kleines aktiv ist, lernt und entdeckt.

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ute-imhof.squarespace.com

 

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October 2016